Millionenumsätze mit Kampagnen für Investment Punk, Auszeichnungen im internationalen Online-Marketing und eine hochprofitable Agentur. Johannes Fladenhofer hatte sich ein erfolgreiches Geschäft aufgebaut. Trotzdem entschied er sich, die Agentur zu schließen. Der Grund: Ohne ihn funktionierte das Unternehmen nicht – und damit war es für ihn auch kaum verkäuflich.
Im Gespräch mit Flo Baumgartner erzählt Johannes, wie er sich mit 13 Jahren das Programmieren beibrachte, bereits als Jugendlicher erste Kunden gewann und schließlich das Marketing für Gerald Hörhan mitgestaltete. Er erklärt, warum er auf erfolgsabhängige Vergütung statt klassische Agenturhonorare setzte, welche Größenordnungen seine Kampagnen erreichten und weshalb er heute mit OptiMind vollständig auf KI-gestützte Marketingoptimierung setzt.
Dabei geht es auch um die weniger glamourösen Seiten des Unternehmertums: schwierige Mitarbeiterentscheidungen, den mühsamen Vertrieb eines neuen Softwareprodukts und die Frage, wann ein Unternehmen tatsächlich skalierbar wird. Johannes spricht offen darüber, warum er trotz erster Erfolge noch am Anfang steht – und weshalb er mit OptiMind bereits den amerikanischen Markt ins Visier nimmt.
In dieser Folge:
- Wie Johannes mit 13 Jahren durch selbst programmierte Bots den Einstieg in die Softwareentwicklung fand.
- Warum aus einer einfachen E-Mail an Gerald Hörhan schließlich eine langjährige Zusammenarbeit mit Investment Punk wurde.
- Wie Johannes mit erfolgsabhängigen Share-Deals ein Agenturmodell entwickelte, bei dem er selbst das wirtschaftliche Risiko übernahm.
- Wie Kampagnen mit Millionenumsätzen und Werbebudgets von bis zu 20.000 Euro täglich entstanden.
- Warum Johannes seine profitable Agentur nicht verkaufen konnte und sich schließlich für die Schließung entschied.
- Wie OptiMind mithilfe von KI und automatisierten A/B-Tests Landingpages verbessern soll.
- Warum Recruiting, Unternehmenskultur und ein funktionierender Vertrieb auch bei einem technologiegetriebenen Startup entscheidend sind.
- Weshalb OptiMind trotz eines noch jungen Geschäftsmodells bereits die Expansion in die USA vorbereitet.
Relevante Links
Gast: Johannes Fladenhofer auf LinkedIn
Unternehmen: OptiMind
Podcast: BUSINESSTUNING.AT
Gast

Johannes Fladenhofer
CEO & Co-FounderOptimind
Kapitel
Transkript
Johannes Fladenhofer: Ich war das Brain und es war alles von mir abhängig. Deswegen habe ich die Agentur jetzt auch nicht verkaufen können, wer kauft sowas. Ich habe aber natürlich auch extrem viel Gewinn gemacht, weil ich kaum Kosten hatte. Ich bin ein großer Verfechter von Focus und habe mir dann entschlossen, ich werde einfach vollen Fokus in die Software gehen und werde die Agentur bleiben lassen.
Florian Baumgartner: Okay, starten wir ein. Johannes, du warst Marketing-Genie hinter der Marke Investment Punk und hast dafür die Marke, glaube ich, mehrere Millionen Euro Umsatz generiert. Du hast jetzt ein KI und Online-Marketing-Tool, auch über das werden wir sprechen. bist in der Hall of Fame von Digistore, Clickfunnels, 2-Comaclub und, und, und. Unter anderem Forbes 30, Under 30. Also schon so eine Litanei an Titeln und Preisen und was weiß ich was. Das werden wir jetzt alles dann gemeinsam in dem Talk einfach ein bisschen aufrollen. Aber vorneweg, ich bin jetzt ein kleiner Adrenalin-Junkie und Koffein-Junkie und ich habe dir da mitgebracht Red Bull oder ein Espresso. Was von den beiden würdest du wählen?
Johannes Fladenhofer: 100 Mal am Tag Red Bull.
Florian Baumgartner: Ja, dann gebe ich dir das. und ich schnapp mir einen Espresso, dann können wir gut rein starten. Hey, The Man in Black, schön, dass du da bist. Daugt mir extrem, ich habe heute extra ein weißes Shirt angezogen. Du kommst gerade aus Linz?
Johannes Fladenhofer: Ja, genau. Danke für die Einladung. Ich komme gerade direkt aus Linz.
Florian Baumgartner: Von deinem Office?
Johannes Fladenhofer: Genau.
Florian Baumgartner: Vom Headquarter, von Optimind.
Johannes Fladenhofer: Optimind Headquarter, ja.
Florian Baumgartner: Bevor wir jetzt deinen ganzen Werdegang ein bisschen aufrollen, über dein unternehmerisches Mindset ein bisschen sprechen, über die Dinge, was du da als Vision einfach ein bisschen vorhörst etc., wir das Ganze mal ein bisschen von hinten auf. Du hast, glaube ich, mit 13 Jahren damals zu programmieren angefangen. Nicht jeder 13-Jährige tut programmieren. Nimm uns da mal ein bisschen mit. Welcher Johannes war das damals?
Johannes Fladenhofer: Welcher Johannes war das damals? Das ist eine Ultra-Frag. Wie war das damals? Meine Eltern haben sich schießen, wie es ihnen war. Deswegen hat mein Papa anders gewohnt wie meine Mama und wir waren jedes zweite Woche in Bayern. Und er kauft keinen Fernseher aus Prinzip und auch kein und hat den ultra schlechten Laptop gehabt und hat so einen 3 USB-Stick gehabt, den du einstiegst und hast den Internet gehabt. Und das war so die Situation irgendwie. Also wir waren viel draußen unterwegs und so, aber immer am Abend war praktisch nichts, sondern entweder ich lese ein Buch oder mache irgendwas mit dem Laptop.
Florian Baumgartner: Du wolltest sozusagen die Außenwelt oder irgendwie noch connecten?
Johannes Fladenhofer: Ja, so ähnlich. Alle anderen haben eine Playstation gehabt und Super-Internet und einen orgen Gaming-PC. Aber ich habe den schlechten PC gehabt mit einem schlechten Internet und habe die schlechtesten Spiele gespielt. Diese Browser-Flash-Games, keine Ahnung, wie die alle geheißen haben. Und irgendwann habe ich mir gedacht, hä, also ich mache immer dasselbe. Das muss man doch automatisieren können. Und habe mir dann selber Programmieren beigebracht, damit ich Bots schreiben kann, die man in die Spiele einen Vorteil bringen kann. Und das ist dann voll eskaliert. Dann habe ich irgendwann, also Bot in dem Sinn, zum Beispiel das war so ein Tennisspiel. Der Tennisschläger war weiß. Dann habe ich ein Programm geschrieben, das erkannt hat, wo am Bildschirm ist dieses weiß. Und habe die Maus genau dort hin da. Und hat dann so praktisch den Ball immer getroffen. So hat es angefangen. Und dann ist das immer mehr eskaliert. Dann habe ich Bots für alles Mögliche geschrieben. Dann habe ich Hacks geschrieben, also die Spiele an sich verändert, so wie ich sie gebracht habe. Dann habe ich Hacks für PCs geschrieben und bin da richtig technisch tief rein und so hat das angefangen.
Florian Baumgartner: Muss man da eine gewisse technische Affinität haben oder irgendwie?
Johannes Fladenhofer: Ja, habe ich sowieso immer gehabt. Das hat mir extrem Spaß gemacht. Ich habe dann die IT-HTL gemacht, habe dann wirklich professionell programmieren gelernt und war zumindest die ersten paar Klassen bei weitem der beste Programmierer, weil ich habe ja immer irgendwas gelernt und ich habe mir dann ein Projekt überlegt und habe das daheim in der Freizeit umgesetzt. Zum Beispiel, was haben wir gelernt? Damals hat man ja noch alles in C gelernt. Das ist so eine sehr maschinennahe Sprache. Heutzutage würde man das nicht mehr machen, aber da bist du echt, da musst du selber einen Speicher reservieren, den du dann beschreiben kannst. Da hast du eine Speicheradresse und so. Ich kenne heute noch keiner mehr. Und da haben wir das Konzept von Arrays gelernt, also eine Variable mit mehreren Werten. Ich habe dann nummeriert von 0 über 6. Und zum Beispiel eine String, also eine Textzeile, ist ein Array aus Zeichen. Es sind mehrere Zeichen.
Florian Baumgartner: Nur kurze Zwischenfrage. Jetzt haben wir ja im KI-Zeitalter sozusagen richtig angelangt. Hilft dir das jetzt so viele Jahre später auch, KI besser zu verstehen, weil du sozusagen die Ansam Nuller nur kombinieren kannst?
Johannes Fladenhofer: Ja, extrem. Ich bin jetzt fünf Minuten später gekommen, weil ich habe auf GitHub nur mein Versal-Projekt deployen müssen, Dieser Dashboard ist unser VSL-Funnel auswertet und mir am Handy jeden Tag auszeigt, alle KPIs, die wissen wir es von unseren Kampagnen von Optimans.
Florian Baumgartner: Okay, da sind jetzt schon sehr, sehr viele, ich sage jetzt mal, Fremdwörter gefallen für einen Otto-Normal-Zuhörer, Zuschauer. Wir werden halt auch versuchen, dass wir das Ganze für jeden Mann ein bisschen verständlich runterbrechen. Johannes, vielleicht, du hast die Schulzeit schon ein bisschen angesprochen, du hast mit 13 programmieren gelernt und mit Verlaub die Frage, war das da für deine Schulkollegen ein bisschen nerdig oder wie kann ich mir das vorstellen in der Jugendzeit?
Johannes Fladenhofer: Ja, ich war immer ein komischer Typ, also vor allem in der Unterstufen. Ich war lustigerweise in der Unterstufen ein ganz anderer Mensch als in der Oberstufen. Also ab 14 ein ganz anderer Mensch. In der Unterstufen und in der Volksschule haben alle geglaubt, also wenn der nicht ins Gefängnis kommt, dann war das ein Erfolg. Ich war immer in Schlägereien, ich habe immer irgendwas, irgendein Blödsinn gemacht war sehr zurückgezogen auch und war es in meiner Computerwelt und ob der Oberstufen, ich habe in der Unterstufen nur Fünfer gehabt, ich habe glaube ich in meinem letzten Zeugnis in der Unterstufen habe ich 11 Vierer. Das schlechteste Zeugnis aller Zeiten, wo jemand in der HTL gekommen ist, glaube ich. Und in der Oberstufen nur ein anderer. Und war extrem irgendwie ja, wo alle ich schon
Florian Baumgartner: haben, wo alle gesagt haben,
Johannes Fladenhofer: so muss ich das machen wie der, hab dann auch die Firma gegründet während der HTL und und und. Also das war damals so mein Headspace irgendwie, ich weiß gar nicht warum. Wahrscheinlich in der 1-Stufe hat mir nichts gezahlt, ich hab nur programmiert und in der 1-Stufe war Programmieren, die Schule und dann war alles geil.
Florian Baumgartner: Das heißt, gerade junge Menschen müssten noch viel mehr fördern, dort wo ihre Stärken sind? Kann ich das davon ein wenig ablesen?
Johannes Fladenhofer: Ja, auf jeden Fall. Da hab ich auch ein paar Storys, das ist wirklich ein Wahnsinn, was das Schulsystem aufgeführt hat, aber das würde ich genauso unterschreiben.
Florian Baumgartner: Das ist lustig bei mir, was heißt lustig, aber bei mir war es, ich würde sagen ähnlich, aber bei mir war auch Unterstufe, Katastrophe inklusive Sitzenbleiben, ein Fünfer nach dem anderen, zehn Vierer, auch solche. Und in der Hack habe ich dann, in der Hack war ich erstens immer dann da, und zweitens habe ich dann auch für mich irgendwie meinen Weg gefunden. Das ist ganz spannend, ähnlich. Du hast dann angesprochen, du hast in der HTL das erste Unternehmen gegründet. Wie kommt man drauf? Wie kommt diese Initialzündung? Hast du irgendwelche Unternehmer links und rechts rund um dich schon gehabt, was ich jetzt einmal nicht glaube als Jugendlicher? Du gehst zur Wirtschaftskammer und denkst, jetzt bin ich Johannes, let's go, Bezirkshauptmannschaft etc., machst überall deine Unterschriften. Wie funktioniert das als Jugendlicher?
Johannes Fladenhofer: Es war dann so, ich habe hier programmiert seit 13, bla bla bla, und ab 15 habe ich dann mit Programmieren Geld verdient. Ich habe dann ein Zufahren gegeben, wo ich mich auch austauscht habe mit anderen, wie man das und das löst. Und dann hat es immer wieder Leute gegeben, die haben irgendwas gebraucht. Ich habe zum Beispiel einmal Media Encoder Engine geschrieben für eine Streaming-Seite. Haben bis 700 Euro gewirkt. Ist auch legal, dass ich es nicht versteuert habe, weil es war nicht wiederkehrend, nicht auf Gewinn, am Krieg nicht organisiert.
Florian Baumgartner: Da gibt es genau diese Grenze, wenn es bis 700 Euro war das.
Johannes Fladenhofer: Keine Ahnung. Auf jeden Fall war das so. und ich habe dann auch Praktika gemacht, wo ich dann auch relativ viel Geld verdiene für das Alter und so. Und irgendwann habe ich ein Video gesehen vom Investmentbank Gerald Höran auf YouTube mit 17, wo er einen Vortrag gehabt hat bei irgendeiner Uni, ein Stunde Video. Habe mir das angeschaut, die fünf Irrtümer der Mittelschicht, sechs oder fünf, sind immer mehr waren mit der Zeit. Und da bin ich auf die Idee gekommen, ein Irrtum war, dass man glaubt, ein Angestelltenjob ist sicher und ein Unternehmertum ist unsicher. Und eigentlich ist beides unsicher und mit Unternehmertum verdienst viel mehr. Und so habe ich mir dann gedacht, der hat voll recht, das soll ich dir auch machen. Und habe mich dann versucht, selbstständig zu machen, aber ich war 17. Das war aber extrem mühsam, weil mit 17 war es eine Unterschrift für die Eltern und das und bla bla. im Endeffekt habe ich es dann so gemacht, ich habe Kunden akquiriert, habe zum Arbeiten angefangen, habe die Rechnerin gestellt mit 18, wo ich dann die Firma gegründet habe.
Florian Baumgartner: Ist das logisch, wenn wir wählen, ob 16 darf, dass man nicht mit 16 eine Firma gründen darf?
Johannes Fladenhofer: Ja, ja. Ist die Frage, mit einer Firma kannst du vielleicht mehr Schaden anrichten?
Florian Baumgartner: Als mit einer Wählerstimme?
Johannes Fladenhofer: Gewichtet auf deinen Einsatz wahrscheinlich schon, ja. Ist eine gute Frage, ja. Aber ein Einzelunternehmen wahrscheinlich wurscht, GmbH war es nicht.
Florian Baumgartner: Lass mich einfach mal so im Raum stehen. Denk mir nochmal drüber nach. Okay. Und dann, du bist dann zu den ersten Kunden und zu den ersten Projekten gekommen. Du warst schon dann in der Automatisierung sozusagen drin und du hast den Leuten und den Menschen, den Unternehmen geholfen, da Abkürzungen zu finden und bist dann ins Online-Marketing getrifftet, hast dich vom Investmentpunk inspirieren lassen, aber das war noch nicht der Start-Euro-Zusammenarbeit, ist das richtig?
Johannes Fladenhofer: Genau. Also das war so, ich habe mich selbstständig gemacht, weil ich Webseiten entwickeln wollte für Firmen. Das war so meine Idee. Firmen haben keine Webseiten, ich baue eine, super WordPress, voll modern damals, hat keiner gehabt. Und dann war es so, ich habe Webseiten gebaut, die waren super schön, aber keiner ist draufgegangen, kein Traffic. Da habe ich mir gedacht, du gehst, das ist ja voll der Schaß. Ich habe mir Angst, wie das geht. Suchmaschinenoptimierung, Marketing habe ich mit eingelesen, bla bla und habe dann irgendwann auch angefangen mit bezahlter Werbung und bin drauf gekommen, ich kann jetzt viel besser als Webseiten bauen also ich kann programmieren dieses.exe programmieren nenne ich das also irgendwie Maschinencode aber so Webentwicklung ist nicht so meins und dann habe ich halt angefangen mit Marketing bin drauf gekommen, ich bin noch viel besser und am Anfang war meine ich sponserte den Investment Punk, mache ich dir mal einen Deal, weil der redet sehr viel über digitale Kompetenz und dass du online sichtbar sein sollst, dass das in der modernen Zeit auch extrem wichtig ist und die meisten haben das nicht und fragen sich dann, hey, wie mache ich das? Und wenn es einem das fragen, dann soll er sagen, geh zu mir, der macht auch Webseiten, die sind super und der kriegt halt auch Prozent Provision. So haben wir sie kennengelernt.
Florian Baumgartner: Also du hast einen Angreifen, hast du gesagt, Gerald, let's talk, oder wie?
Johannes Fladenhofer: Ich habe ihm eine Mail geschrieben. Und er hat zurückgeschrieben. Und ich bin dann mit 18 nach Wien und habe ihn getroffen und wir haben den Deal gemacht.
Florian Baumgartner: Darf ich kurz fragen, wie lange habt ihr jetzt in Summe zusammengearbeitet?
Johannes Fladenhofer: Meinst du mit dem gemeinsam oder dann richtig?
Florian Baumgartner: Ja, von dem Zeitpunkt weg.
Johannes Fladenhofer: Ja, von dem Zeitpunkt bis letztes Jahr.
Florian Baumgartner: Also fast?
Johannes Fladenhofer: Fast zehn Jahre. Fast zehn Jahre haben wir sie gekannt.
Florian Baumgartner: Okay, dann war Wien. Erstes kennenlernen und wie war das? Also ich habe ihn ja auch kennenlernen dürfen. Wie war der der Wien?
Johannes Fladenhofer: Ja, ich bin hingefahren. Er kommt ewig spät. So wie immer. Das macht er heute noch. Weil er sehr viel zum tun hat, nicht weil er unfreundlich ist. Und dann ist er reingekommen. Ich habe damals noch Anzüge und so angekommen. Ich war damals früher als Business. So mit dem
Florian Baumgartner: Firmenanzug noch oder wie?
Johannes Fladenhofer: Nein, das war eigentlich ein Zeckner-Anzug, weil ich habe damals schon sehr viel Wert auf sowas gelegt. der war richtig geil, hab mir heute noch. Aber ich hab dann in seinem Büro, das heute noch das gleiche Büro ist, mit einem Gerät, und dann haben wir gesagt, ja, mach mal einen Deal so und so. Er hat gesagt, das werden wir einen Vertrag schicken. Und dann hat er auch noch gesagt, ja, er braucht eine App, ob er ihm die programmieren kann. Ich hab gesagt, ja, sicher, das ist dann nichts geworden, aber so irgendwie war das. So eine Stunde Treffen, haben einen Vertrag gemacht, er hat den unterschrieben und im Endeffekt ist nie ein Deal gekommen, weil, keine Ahnung warum, Aber wir waren immer in Kontakt ab dem Zeitpunkt.
Florian Baumgartner: Das Modell, wo Sie den Vertrag erstmals aufgesetzt haben, das war eigentlich, zurückwirkend gesehen, eine Nullnummer.
Johannes Fladenhofer: Ja.
Florian Baumgartner: Und dann habt ihr einen zweiten Startversuch gemacht und du hast dir mal ein anderes Konzept vorgeschlagen. Ist das richtig?
Johannes Fladenhofer: Ja, genau. Dann war es so, also damals, als wir uns getroffen waren, habe ich noch Webseiten gebaut. Dann dazwischen bin ich ein bisschen mehr ins Marketing gekommen. Dazwischen habe ich dann Webseiten und Marketing gemacht. Irgendwann habe ich nur noch mehr Marketing gemacht. und habe dann zum Studieren angefangen auf der Wirtschaftsuni, bin dann als purer Techniker ein bisschen wirtschaftlicher geworden und bin dann während der Uni draufgekommen auf das Geschäftsmodell Sharedeals. Nicht, weil es eine andere Agentur gemacht hat, sondern weil ich halt gelernt habe über Umsatz, Gewinn, Deckungsbeitrag. Nehmen wir noch, Deckungsbeitrag ist ja eigentlich die perfekte Basis für einen Share, wenn man Marketing für wen macht. Es ist ein geiles Anreizsystem und ein geiles Geschäftsmodell. Da habe ich mir das überlegt, ich habe den ersten Kunden mit dem Modell akquiriert. Und das hat unglaublich gut funktioniert, weil erstens ist das Angebot risikolos. Also ich wollte kein Setup-Fee, ich wollte kein Fixum, ich wollte nur einen Share, der relativ hoch ist.
Florian Baumgartner: Also sozusagen eine Win-Win-Situation wolltest du schaffen.
Johannes Fladenhofer: Eine Win-Situation, Risiko ist bei mir, aber wenn es funktioniert, verdiene ich relativ viel. Das habe ich mir gemacht, es hat super funktioniert. Den Kunden gibt es heute noch, das hört mich heute noch. und das Geschäftsmodell habe ich dann in Gerald mal vorgestellt wir haben gesagt, hey, treffen Sie wieder mal, ich habe meine Business-Avenue geändert ich habe jetzt ein neues Geschäftsmodell wieder erzählt haben sie getroffen im Do und Co in Wien im ersten Bezirk und habe ihm das erzählt und er hat gesagt ja, das ist ein richtig guter Zeitpunkt, weil er hat sich gerade von seinem alten Marketingleiter getrennt er sucht gerade wen, das hält sich richtig gut an, der Gerald ist auch sehr risiko-avers aber ich will natürlich ein Geldverdiener. Und dann war es im Endeffekt so, wir haben drei Agenturen gleichzeitig angefangen, bei verschiedenen Produkten Kampagnen zu bauen für Gerald und wer am besten performt wird. Und meine hat richtig gut performt, deswegen hat das gestartet.
Florian Baumgartner: Was war die erste Kampagne? Nimm uns da ein bisschen mit.
Johannes Fladenhofer: Das war damals ein Product Launch Funnel, heißt das. So was war ich heutzutage nicht mehr, aber mein Aufdruck war, dass ich Seminartickets verkaufe. Das waren Immobilienseminare für 1200 Euro.
Florian Baumgartner: Physische Seminarteilnehmer.
Johannes Fladenhofer: Ja. Damals hat es nur Seminare gegeben beim Gerald und die Academy. Die Academy war so ein Abo-Modell, wo 50 Kurse drin waren. Und mein Auftrag war, dass ich das Seminarticket verkaufe, wo Leute nach Frankfurt und nach Wien kommen für einen Tag und lernen, wie sie in Immobilien investieren. Kostet 1200 Euro. Das habe ich verkauft, sondern habe einen Product-Launch-Funnel gemacht. Das ist im Endeffekt so eine Art Warteliste, wo sich die Leute eintragen, dann vier Videos, ein Video pro Tag freigeschaltet kriegen und im letzten Video hast du einen Pitch mit einem Spezialangebot. Und über das Modell habe ich in der ersten Woche, glaube ich, 20 Tickets verkauft, was bei einem Record-Breaking war damals. Und dann haben wir gesagt, hey, dann machen wir das. Dann hat das schon angefangen und habe immer mehr und mehr übernommen.
Florian Baumgartner: Die ganze Investment-Punk-Marke sozusagen zu dem gemacht, wo es heute eigentlich auch steht. Was war so der erfolgreichste Launch? In welcher Flughöhe sind wir da auch vom Umsatz? Oder vielleicht ein bisschen was?
Johannes Fladenhofer: Also wir haben mehrere Webinare gemacht, die ein Millionen Umsatz gemacht haben an einem Tag.
Florian Baumgartner: An einem Tag?
Johannes Fladenhofer: Ja. Und wir haben jetzt kurz, bevor ich die Agentur dann zugemacht habe, habe ich die letzte Kampagne gebaut, die Challenge, die hat zwischen ein und zwei Millionen Umsatz gemacht. Das waren so die erfolgreichsten Launches.
Florian Baumgartner: Was habt ihr heute für Verhältnisse? Du hast ja vorher schon mal gesagt, ihr arbeitet jetzt nicht mehr zusammen auf dein neues Business, auf deine neue Vision, gehen wir dann gleich ein. Oder wenn man zehn Jahre zusammenarbeitet, wie steht es ihr zueinander?
Johannes Fladenhofer: Also sehr gut. Es war nicht so leicht. Also ich habe beschlossen, dass ich die Agentur zumache Oktober, November letzten Jahres. habe dann alle möglichen Leute informiert, die es wissen müssen. Habe auch den informiert, der beim Gerald das Wankering übernehmen soll. Und der hat sich schon vorbereitet. Ich habe aber den Gerald nicht informiert, weil er sehr sensibel ist bei allen möglichen Themen. Und wir haben den Launch noch gehabt im November, wo wir ein paar Millionen Euro Umsatz machen wollen. Und wenn der Gerald sich nicht konzentrieren kann und nicht performt, verlieren wir sehr viel Umsatz. deswegen habe ich es ihm relativ spät gesagt das heißt wir haben Lunch gehabt, haben sich direkt danach getroffen zum Abendessen und Mittagessen und da habe ich ihm gesagt ich werde die Agentur zumachen und es wird der und der übernehmen und er hat das verstanden, war aber nicht happy, dass ich es ihm so kurzfristig gesagt habe hat aber glaube ich auch verstanden, warum ich das so gemacht habe er hat ja auch selber davon profitiert war einmal ein bisschen eine Schocksituation, dann habe ich ihm ein bisschen Sicherheit gegeben dass er die Provision, die aussteht dass wir die praktische Sicherheit nehmen, dass gescheit der Übergang passiert und das hat relativ gut funktioniert und wir verstehen es ja noch super
Florian Baumgartner: Du hast dann ich kenne ja dein altes Büro, das war ja am Artersee auch heute sind wir wieder am Artersee da hast du im Hintergrund immer diese Clickfunnels ich sage jetzt mal Schallplatten gehabt, so schaut das ein bisschen aus Clickfunnels, war das Systeme, über die du die Kampagnen damals gebaut hast und da bist du nach Amerika geflogen und hast für dieses und jenes da sozusagen deine Awards entgegengenommen. Wie fühlt es sich das an, wenn man da in einer internationalen Competition sozusagen ist und dann sagt, hey, wow, geil, ich als Österreicher habe da was Geiles gelauncht, geilen Umsatz gemacht. Wie ist da das Feeling, wenn man so ein Ding mit nach Hause nimmt?
Johannes Fladenhofer: Ja, das war immer so. Ab dem Zeitpunkt, also wie ich angefangen habe mit Marketing, mich zu beschäftigen, habe ich natürlich auch Russell Brunson, die Bücher gelesen. Und da wird dieser Award extrem geframed und dann kommt man ein bisschen in diese Welt rein und dann war der Award für mich immer dieses Ziel. Ich will den schaffen, ich will den schaffen mit irgendeinem Kunden. Und wenn man den ersten Award bestellt, das ist unglaublich. Das kennt wahrscheinlich jeder, der es hat. Unglaublich, wenn es durchgeht. Man muss ja auch alles beweisen, die Umsätze und wie das funktioniert. Und dann kriegt man diese Bestätigung und das ist erstmal ein crazy feeling. und dann aber auch mit jedem größeren Award ist das Feeling gleich also wir haben den 1 Million Award bestellt, den haben wir dann ein paar Mal bestellt, den 10 Millionen Award, den 25 Millionen Award und es ist jetzt noch ein riesiger Game Changer dass ich den Award habe, weil diese extrem viel Glaubwürdigkeit schafft und so, aber jetzt wenn wir diese Umsätze nur mehr schaffen, bestellen wir den Award Also jetzt ist irgendwie was anders. Wir haben dreimal den 1 Million Award bestellt, den hätten wir jetzt wahrscheinlich nur 15 Mal bestellen können. Aber weiß ich nicht, jetzt gibt es mir nicht mehr so viel.
Florian Baumgartner: Irgendwann ist es inflationär. Aber jetzt vielleicht nochmal ganz kurz, wie ist es, wenn man da rüberfährt? Das ist ja ein riesiges Event und pipapo.
Johannes Fladenhofer: Ich habe Leute gefragt, bevor ich rüberfahre, weil es ist eine Konferenz, Funnel Hacking Live, Drei Tage mit Inhalt, mit Speaker, mit Tony Robbins, alles Mögliche. Und ich habe die Leute gefragt, wie hält sie das aus? Und die haben mir gesagt, wow, nein, das ist ein riesen Pitch einfach, Verkaufsshow. Dann habe ich gesagt, ja, okay, scheiße.
Florian Baumgartner: In Orlando ist das, glaube ich, oder?
Johannes Fladenhofer: Das ist immer woanders.
Florian Baumgartner: Ah, okay.
Johannes Fladenhofer: In Las Vegas, in zwei Wochen fliege ich wieder hin. Nein, warte, den Sonntag fliege ich hin. Den Sonntag nach Las Vegas, ja. Aber es war einmal in Orlando, einmal in Las Vegas und jetzt ist es wieder in Las Vegas. aber es war vorher in Boise und überall und wir haben aber dann den 10 Millionen Award gekriegt und dann kannst du in diesem Jahr, wo du ihn kriegst, kannst du zu dem Event fahren und dann kannst du dir praktisch symbolisch vom Russell Brunson selbst den Award überreichen lassen mit Foto deswegen sind wir eigentlich hingeflogen und aber der Inhalt war doch ziemlich geil und jedes Mal, wo ich war, war der richtig geil Und zwar, das ist eine riesige Vorstellung, es sind 5000 Leute. Die Speaker sind sehr gut mittlerweile. Also es war ein Pitchfest vor Corona. Nach Corona extrem viel Value. Und einerseits kriegst du irgendwie Vorträge von den up-to-date-sten Marketing-Techniken. Also zum Beispiel, wir haben bei Funnel Hacking Live alle über Challenges gesprochen. wie man die baut, wie man die macht, bezahlte Challenges, Gratis-Challenges, High-Ticket, Low-Ticket, alles mögliche. Und deswegen habe ich dann die Challenge gebaut beim Gerald, weil Webinare nicht mehr so gut funktionieren gerade. Dann haben wir Challenge gebaut und es war wieder Raketenstart. Das war von Funnel Hacking Live. Und das Zweite ist, die machen den Content und relativ am Ende pitchen die schon was, aber auf eine Art und Weise, die du in Europa noch nie erlebt hast. Also es ist ein Pitch auf einem Level, das ist wirklich crazy. Ich glaube, die pitchen ein Produkt um 20.000 Dollar und es kaufen hunderte Leute, hunderte. Und alle sind involviert. Jeder Speaker, jeder Mitarbeiter, alle haben irgendwie Choreo. Der Russell pitcht 10 von 10, dann kaufen wir mal hunderte Leute. Dann kommt der nächste Speaker, macht der Speech, webt irgendwie den Pitch damit rein und dann hat es eine Situation gegeben, wo er gesagt hat, damit man dann losfliegen kann als Vogel, muss man zuerst mal fallen. Deswegen überlegt sich das nur mal wegen dem Angebot. Wer überlegt, ob es kaufen soll und hat es noch nicht gekauft, stellt es mal auf. Steht ihm 50 Leute auf, sagt, ja, kommt alle mal zur Bühne, kommt zur Bühne. Wir gehen jetzt gemeinsam zum Tisch mit den Formularen und füllen das aus. Und so geht es da hin. Ich habe mir gedacht, was geht denn jetzt ab? Ich habe es noch nie erlebt. Die haben da ganz viele Millionen Dollar Umsatz gemacht mit diesem pitcht dann am Schluss. Und sowas nimmst du natürlich auch mit als Marketer.
Florian Baumgartner: Du hast Russell Branson angesprochen. Ist das für dich so der Godfather oder welche Unternehmer inspirieren dich? Von wo hörst du da die ganze Energy?
Johannes Fladenhofer: Wer inspiriert mich? Russell Branson war lange Zeit richtig stark. Aber diese ganze Infobubble und B2C und Money-Making-Opportunity und so ist nicht mehr so meins, muss ich sagen. Deswegen bin ich heutzutage mehr mit Alex Hormosi, bei Carl Gordon, bei Alex Becker, aber auch im deutschsprachigen Raum, der Marcel Knopf, extrem stark, solche Leute, Christian Wolf. Aber ja, Orientieren ist sehr stark an den USA, weil immer, in den USA haben wir immer irgendwelche Techniken und Taktiken, die es bei uns nur nicht gibt. Man muss aber sehr aufpassen, wenn du sie eins zu eins kopierst, funktionieren sie nicht. Du musst es immer auf dem europäischen Markt umwälzen. Zum Beispiel in Amerika, die besten Landingpages sind weißer Hintergrund, rote Überschrift, schwarzer Text und sonst gar nichts. Bei uns sind die Leute zu skeptisch für sowas. Die denken, sie Scam hoch 10 machen nichts. Deswegen muss bei uns alles schön sein, Design, ganz viel Testimonials, bla bla. Das ist so der Unterschied, aber die Taktik und Technik in den USA sind immer eins voraus irgendwie. Deswegen orientiere ich mich hier.
Florian Baumgartner: Ich habe gesprochen über deine Clickfunnels-Preise. Forbes 30 Under 30. Auch da bist du, glaube ich, vor einem Jahr sozusagen am Cover präsentiert worden. Wie kommt man auf diese Liste? Wie sind da die Kriterien? Wie fühlt sich das an? Was hat auch das für dich bedeutet?
Johannes Fladenhofer: Also es war so. Während der Agenturzeit haben wir immer nur fünf Kunden gleichzeitig gehabt. Nie mehr. Und meistens waren es die gleichen. Wir haben nie neue Kunden genommen, ich habe nichts akquiriert, ich habe mir kein Gerät, ich habe nur Marketing gemacht. Also ich habe wirklich von früher bis spät, von sechs in der Früh bis zwei in der Früh bis vier in der Früh, keine Ahnung, war in Funnels, habe Funnels gebaut, habe mir Marketingpsychologie überlegt, habe mir Konkurrenz angeschaut etc. Und habe einfach maximal viel Marketing Impact gemacht, damit ich meist verdiene mit Share. Deswegen hat mich keiner, niemand hat mich gekannt. Das ist heute auch noch relativ unbekannt, aber ich versuche gerade, dass ich das ändere. Warum sage ich das? Wir haben dann Optimind gegründet, wo eine Quizze sehr wichtig ist. Auch, dass man ein bisschen sichtbar wird und so. Und einer der ersten Steps war, dass ich erstens PR mache, dass wir in Zeitungen kommen, mit Podcasts etc. haben wir dann auch relativ erfolgreich gemacht. Und das Zweite war, Forbes 30 und 30 angehen, weil mit dem Track Record war das relativ klar, dass das funktioniert. Das Einzige, was man braucht, ist jemanden, der einen empfiehlt. Das kann jeder Mögliche sein. Es ist immer gut, wenn das wer ist, wenn der schon mal auf den Listen war. Es gibt aber auch Listmaker, die hat einfach die ganze Familie empfohlen. Also von der Schwester, die Mama, die Oma, der Hotel. Und das Kriterium, dass du reingekommst, ist, dass du unter den 30 impactvollsten Personen unter 30 im Dachraum bist.
Florian Baumgartner: Was heißt jetzt impactvoll?
Johannes Fladenhofer: Genau, also, dass du einfach ja, also wie immer die das definieren, ich weiß gar nicht, aber das ist praktisch das Kriterium. Die überlegen sich halt, da sind jetzt 31 Leute, wer hat am wenigsten Impact von denen und der kommt nicht rein. So überlegen Sie dir das.
Florian Baumgartner: Das heißt, da geht es jetzt nicht um Umsatzzahlen oder um dieses und jenes geschafft oder um Reichweite oder irgendwie.
Johannes Fladenhofer: Und es hat mir jemand empfohlen. Dann haben wir gesagt, ich bin in der Shortlist. Ich soll immer ein paar Infos schreiben. Und dann habe ich alles geschrieben, was wir so gemacht haben. Und eines der impactfullsten Projekte war sicher Investmentpunk. wenn wir da fast 30.000 Kunden betreut haben wir haben 30.000 Leute gezeigt wie man mit seinen Finanzen umgeht wir haben mehrere tausend Immobilienmillionäre geschaffen weil wir Leute beigebracht haben wie man Immobilien kauft und das ordentlich macht ganz viel Millionen Umsatz natürlich und jetzt mit Optiment ein ganz anderes Feld KI-Deep-Tech eigene Modelle wollen wir entwickeln und so und das hat einem anscheinend ganz gut gefallen und deswegen war ich dann auf der Liste
Florian Baumgartner: Also gratuliere mal dazu Also du hast das Thema Immobilien jetzt noch einmal kurz angerissen. Würde mich auch interessieren. Du hast dich jahrelang mit dem Investmentpunk beschäftigt. Logischerweise dann auch mit dem Thema Immobilien, mit verschiedenen Finanzthemen von Krypto bis Co. Welches Pferd setzt du da eigentlich in deiner eigenen Finanzstrategie?
Johannes Fladenhofer: Ja, also man sagt ja, Diversifikation ist das einzige Freelunch, das es auf der Welt gibt. Weil die erwartete Rendite gleich ist, aber das Risiko senkst. Und so mache ich das. Also ich kaufe im Endeffekt alles. Weißt du, was Sinn macht?
Florian Baumgartner: Vom Gold bis zum ETF, bis zum Krypto oder wie?
Johannes Fladenhofer: Ja genau, vom Gold. Ich habe natürlich Edelmetall, habe Immobilien, habe Aktien, habe Cash, habe Anleihen, habe... Weißt du, was so geht? Und ich mache das so passiv, wie es geht. Also ich habe wenig Immobilien. Ich mache auch gar nichts mehr mit Immobilien, weil es ist extrem viel Aufwand. Und ich bin eher Unternehmer und nicht Investor. Das Gespräch habe ich mit Gerald sehr oft gehabt. Der Gerald ist mehr Investor und weniger Unternehmer. Und ich bin mehr Unternehmer und weniger Investor. Ich gehe sehr viel Risiko unternehmerisch ein. Hau mich aber auch dann voll rein. Und das wird immer was. Und ich brauche das Geld einfach fürs Unternehmertum. Und jetzt kann ich nicht herumgehen und Immobilien kaufen. Vor allem jetzt in der Optimind-Phase. Aber ich mache sehr viel mit ETFs, so passiv wie es geht.
Florian Baumgartner: Du hast MSC Awards oder so 70-30? 70-30,
Johannes Fladenhofer: jeden Monat geht es ein, immer das Gleiche. Ich schaue da praktisch nicht ein. Ich weiß nur ungefähr, wo es ist. Ich weiß, dass der Dollar sinkt. Okay, interessiert mich nicht, wenn der Dollar sinkt. Ist billiger, dann kaufe ich billiger. Ist mir auch wurscht, wenn es steigt. Ist cool. Okay. so mache ich das. Und fokussiere mich so gut wie es geht auf Unternehmertum.
Florian Baumgartner: Jetzt ist auch das, gerade beim Gerald Hörn, der hat halt auch die Kooperation mit dem Engel-Steuerberater, glaube ich, damals gehabt. Da ist ja viel gegangen um sozusagen unternehmerische Strukturen, GmbHs, Holdings, alle verschiedenen Modelle. Wie bist du da eigentlich aufgestellt, jetzt einmal rein von GmbH Oder wie funktioniert das bei dir?
Johannes Fladenhofer: Ja, ich habe ganz normal gestartet als Einzelunternehmen. Und wie dann Umsatz mehr geworden ist, habe ich das direkt umgründet auf Holding mit GmbH.
Florian Baumgartner: Einbringung.
Johannes Fladenhofer: Genau, ich habe, glaube ich, wie war das Umgründungsgesetz? Habe das Einzelunternehmen in die GmbH als Sachanlage eingebracht in der Gründung und die GmbH dann als Sachanlage in die Holding oder irgendwie so. Keine Ahnung. Und habe jetzt die Holding als persönliche Bank. Das heißt, da bin ich 100% Eigentümer. Alle Gewinner gehen da rein, werden enthaftet, steuerneutral. Und die Holding gibt dann Gesellschaftsdarlehen, falls ihr Geld braucht. Die Holding kauft oder hat verschiedene Unternehmensbeteiligungen. Genau.
Florian Baumgartner: Okay, okay. Finde ich aber spannend, diese Konstrukte dahinter. Jetzt gehen wir auf Optimind ein. das hast du schon jetzt ein paar Mal angeteased. Zunächst einmal, warum nochmal hast du die Agentur geschlossen und alles auf Optimind gesetzt? Was ist Optimind? Wenn bringt es was, wie ist der Status quo jetzt ein Jahr später?
Johannes Fladenhofer: Ja, es war so, wir haben die Agentur gehabt, wir haben, ich sage immer, wir haben ein paar der größten Kampagnen im deutschsprachigen Raum gebaut. Wir haben Kampagnen gebaut mit 20.000 Euro Budget am Tag und Wir haben es nicht mehr voll reingekaut, haben Landingpage gebaut, Ads draht, Ads geschalten und alles, was man dazu braucht. Aber wir haben nie wirklich Zeit gehabt, dass wir jede Kleinigkeit AB testen und die Kampagnen immer weiter verbessern mit AB-Tests.
Florian Baumgartner: Was sind AB-Tests für Leute, die jetzt vielleicht nicht so ganz im Online-Marketing gehen sind?
Johannes Fladenhofer: AB-Tests, ja, du hast Webseiten auch und du denkst, wenn ich den Button rot mache statt grün, vielleicht klicken dann mehr Leute drauf, mache ich mehr Umsatz. Und dann denkst du, ja, wenn du jetzt den einfach änderst und du hast nachher mehr Verkäufe, kann ja auch sein, dass jetzt die Leute vom Urlaub zurückkommen sind und deswegen hast du mehr Verkäufe, du weißt das nicht. Deswegen machst du einen AB-Test, du hast praktisch beide Seiten gleichzeitig online und schickst 50% der Nutzer auf die eine, 50% auf die andere in der gleichen Zeit und hast einen guten Vergleich, was performt besser. Und das kannst du mit jedem Kleinen, mit jeder Kleinigkeit machen, Parten kleiner, machen größer, machen anderen Text, Bilder,
Florian Baumgartner: Videos wechseln, Texte.
Johannes Fladenhofer: Alles mögliche, Light-Mode, Dark-Mode. als was du dir vorstellen kannst. Und für das haben wir einfach nie Zeit gehabt. Das hat mich extrem gestört, weil ich gewusst habe, wie viel Umsatz wir dadurch liegen lassen. Also, wenn du...
Florian Baumgartner: Die Conversion Rate, wie es ja sozusagen heißt, du möchtest mehr rausholen aus der Page.
Johannes Fladenhofer: Genau, das unterschätzen aber viel, weil wenn du jetzt eine Landingpage hast und Ads schalzt, die Conversion Rate ist jetzt zum Beispiel 10% und du machst 100.000 Umsatz, leicht zum Rechnen, und du steigerst jetzt die Conversion-Rate auf 20% und alles andere bleibt gleich, dann hast du einmal 120.000 Umsatz. Du hast aber nur gleich viel Ad-Budget, das heißt die 20.000 sind sehr viel Gewinn. Aber was ist jetzt auch? Der Landingpage ist besser, die Engagement-Rate ist besser, der CPM ist besser, du kannst kältere Zielgruppen konvertieren, das heißt du kannst dein Ad-Budget wahrscheinlich verdoppeln oder verdreifachen und bist gleich profitabel vorher. Das heißt, du hast die Conversion-Rate um 20% gesteigert, du hast nicht 20% mehr Umsatz, du hast 300% mehr Umsatz und 300% mehr Gewinn.
Florian Baumgartner: Und mit dieser Mission bist du sozusagen losgeritten, hast dann ein Entwicklerteam reingekommen ins Boot, bist von Seewolchen nach Linz. Wie war das alles?
Johannes Fladenhofer: Ja, also das war dann so. Jetzt habe ich kurz erklärt, was für Kosten, also was man da liegen lässt, wenn man das nicht macht. Wir haben keine Zeit dafür gehabt und ich bin mit vielen anderen geriet, die haben auch keine Zeit dafür. Und ich als Programmierer habe mir dann überlegt, wie kann man das eigentlich lösen? Ich habe mir überlegt, wir konnten KI mit AB-Testing-Infrastruktur verbinden. Und die Idee war vor ChatGPT, weil ich bin in der Uni ein bisschen KI-Entwicklung gemacht. Und habe mir dann wegen dem Such, der das machen kann, einen Co-Founder quasi. Dann haben wir das gebaut für die Agentur praktisch, haben es für eigene Kunden eingesetzt und haben crazy Ergebnisse gehabt. Also zum Beispiel beim Investmentpark kam die Conversion-Rate mehr als verdoppelt. Umsatz verdoppelt, Ad-Budget erhöht, Game Changer und bei vielen anderen auch und dann haben wir gesagt, ja eigentlich müssen wir das ausgründen, müssen es andere auch zur Verfügung stellen haben das dann gemacht haben dann Kunden reingeholt, haben das Produkt immer weiterentwickelt und im November letzten Jahres waren die Ergebnisse wirklich extrem gut ich habe gesehen, da ist so viel Potenzial wir ziehen das Projekt da sehr groß auf du hast da ein Produkt in der Hand, in der Agentur musst du immer wenn du einen Umsatz machen willst, musst du was arbeiten sonst funktioniert es nicht oder deine Mitarbeiter und du musst sie managen oder was auch immer mit der Software, die gibt es die funktioniert, die kann man benutzen, läuft und man schafft natürlich Equity Value man schafft natürlich einen Unternehmenswert viel mehr als Agentur und wegen den ganzen Faktoren habe ich mir gedacht, das macht keinen Sinn, dass ich jetzt beides gleichzeitig mache. Ich bin ein großer Verfechter von Fokus und habe mir dann entschlossen, ja, ich werde einfach vollen Fokus in die Software gehen und werde die Agentur bleiben lassen. Und es war leider auch so, dass bei der Agentur, das war jetzt nicht ein Team und ich war der Chef und habe einfach gesagt, macht ihr das, sondern Ich habe das Marketing gemacht und habe Mitarbeiter gehabt, die mir zuarbeiten, also einen Videograf, an der die Webseiten baut und so weiter. Aber ohne mich ist nichts gerannt.
Florian Baumgartner: Du warst das Brain.
Johannes Fladenhofer: Ich war das Brain und es war alles von mir abhängig. Deswegen habe ich die Agentur jetzt auch nicht verkaufen können, wer kauft sowas. Ich habe aber natürlich auch extrem viel Gewinn gemacht, weil es kaum Kosten hatte. Deswegen war es okay. Deswegen habe ich aber dann die Agentur einfach schließen müssen. Und es waren auch alle happy jetzt im Endeffekt, das ist jetzt keiner. überrollt waren oder im Regen stehen lassen. Und bin seit Jänner jetzt mit vollem Fokus in Optiment. Und wir sind in der Zeit auch von Siewoichen nach Linz gezogen. Weil ich habe die Agentur des Büros in Siewoichen gehabt. Nicht weit von meiner Wohnung. Aber wir stören so viele KI-Entwickler ein, dass es in Siewoichen einfach nicht ausgeht.
Florian Baumgartner: Du findest nur Bademeister oder was?
Johannes Fladenhofer: Ja, also man findet schon, natürlich findest Entwickler, aber du wirst nicht irgendeinen Entwickler suchen, sondern du wirst eher 100 Bewerbungen haben und du wirst den besten aussuchen.
Florian Baumgartner: Warum nicht remote das Ganze?
Johannes Fladenhofer: Ich bin kein Fan von remote. Ich bin kein Fan. Also erstens...
Florian Baumgartner: Wie zum Beispiel, wir haben zum Beispiel, unser Vertriebsteam ist rein remote.
Johannes Fladenhofer: Unsers jetzt auch. Ja, das ist vielleicht eine andere Geschichte. Aber das war mir sehr viel Widerstand von mir. Aber ich bin kein Fan von remote. Ich finde, es ist wichtig, dass du eine Kultur hast vor Ort. Ich finde den Oberscholder-Effekt extrem wichtig. Ich finde die Gespräche beim Mittagessen extrem wichtig. Du hast weniger Fluktuation, wenn du die Leute vor Ort hast. Nur beim Vertrieb war es so, wir haben ewig versucht, dass wir einen guten Vertrieb aufbauen. Ich habe alles versucht, dass wir es in Linz schaffen. Wir haben viele Leute eingestellt, die haben die Probezeit nicht überlebt, weil es einfach nicht gepasst hat. aus verschiedenen Gründen.
Florian Baumgartner: Was haben für dich so die KPIs beim Vertriebplan? Was misst du das?
Johannes Fladenhofer: Naja, bei viel ist es so, ich mache einen Probetag, ich lasse den telefonieren und wenn ich schon beim Telefonieren merke, das wird nichts, dann geht er schon nach einem halben Tag wieder. Das war sehr oft, aber andere haben dann wirklich gestartet nach dem Probetag, haben dann keine Termine gemacht, haben nur Blödsinn gekriegt zum Telefon oder was auch immer. Also das war ziemlich schwierig. Und mittlerweile machen wir Vertrieb remote, weil wir einfach vor Ort keine guten Leute finden. Und das funktioniert extrem gut. Da müssen wir jetzt noch langfristig schauen, wie das funktioniert.
Florian Baumgartner: Gehen wir nochmal einen Schritt kurz zurück zu OptiMind. Ihr habt das Entwicklerteam ins Boot geholt und habt das sozusagen ausgefeilscht. Wann habt ihr das so richtig gelauncht? Wie kommt es jetzt an euch an den Markt? Du hast ja gesagt, dich interessiert ja auch die Grenze jenseits des Dachraums mit dem Produkt. Wie sind jetzt die unternehmerischen Steps bei dir? Und wo ist deine Vision vielleicht auch ein bisschen mit OptiMind?
Johannes Fladenhofer: Ja, also wir haben mit einem MVP gelauncht, eben letztes Jahr im Mai. Dann für die ersten Kunden. Haben das Produkt laufend ausgebaut und haben seit Jänner diesen Jahres, würde man sagen, die Vollversion. Also die schon richtig, richtig gute Ergebnisse macht, die ganz viele Sachen optimieren kann, die extrem gute Verbesserungen baut und umsetzt. Was das Tool macht, habe ich noch gar nicht gesagt.
Florian Baumgartner: Genau, also ein guter Punkt.
Johannes Fladenhofer: Im Endeffekt, was macht die Software? Man kriegt von uns einen Code, den kann man auf der Landingpage einbauen oder auf der Webseite. Der Code analysiert die ganzen Seiten, der versteht alles, um was es geht. Der versteht das Unternehmen, die Zielgruppe, das Angebot, die Brand Voice, welche Wörter verwendest du, visuellen Aufbau. Der versteht, wie ist die Landingpage aufgebaut, was gibt es da alles, Headline, Formular etc. Der erkennt dann auch, wo gibt es Potenzial für mehr Conversions, wo Loss-Zogaz-Conversions liegen. Der baut automatisch Verbesserungen für die Seiten, setzt automatisch einen AB-Test auf, spürt die Nutzer aus, wertet den Test aus und spielt immer die beste Variante der Seiten aus und verbessert immer weiter und weiter. Die Conversion-Rate steigt, du musst gar nichts machen. Im Endeffekt, was die Software macht, da haben wir einen MVP gelauncht, also die Minimal-Version, erst mal, haben damit Kunden-Feedback immer weiterentwickelt und seit dem Januar haben wir eine Vollversion. Seit dem Januar probieren wir so ein bisschen den Go-to-Market, sagt man, in der Software. Und das war bis jetzt extrem mühsam. Also ich habe das meiste verkauft über ein eigenes Netzwerk von der Agentur noch. viel über Events. Ich mache oft Vorträge bei irgendwelchen Masterminds und dann kommen die Leute zu mir und wollen die Software probieren. Und jetzt im Sommer hat das Marketing und Sales gegriffen und jetzt machen wir halt einfach Ads auf Meta, kann man sich eintragen für einen Demo-Call und im Demo-Call kriegt man dann halt präsentiert, wie die Software funktioniert, welches Paket passt und wenn es passt, dann kauft man halt eine Lizenz und kann es nutzen.
Florian Baumgartner: Wie kann ich mir das vorstellen? Du hast gesagt, du implementierst den Code auf der Landingpage. Was schützt euch jetzt davor, dass das irgendwer nachmacht? Code in Zeiten von K-I-S.
Johannes Fladenhofer: Ja, einiges. Also man sagt ja, kommt darauf an, welche Perspektive du das betrachtest. Jetzt weiß ja jeder, ich kann Cloud-Code anschmeißen, ich sage dem, hey, bauen wir das beste Dashboard aller Zeiten oder bauen wir ein Projektmanagement-Tool. Das geht alles. Easy. Das sind Oberflächen, also es ist eine Datenbank, da sind Daten drin und du baust eine Oberfläche, die das managt. Das kann KI erstens perfekt programmieren, es kann schauen, ob es passt. Wenn es nicht passt, kannst du es verbessern und so kannst du mit einem Prompt eine Software bauen, die funktioniert. Unsere Software ist nicht so. Wenn du eine KI-Anwendung baust, mit KI als Kern, also ein Projektmanagement-Tool hat ja keine KI als Kern, Dann hast du andererseits das Modell, du hast die Intelligence und du hast den Harness. Das heißt, das Modell ist grundsätzlich mal das ganze Wissen, die Intelligence, der Prompt und der Kontext und die Infos. Und der Harness ist, wie du die Antworten vom Modell in Aktionen umsetzt. Und alle drei Schichten sind bei uns extrem komplex. Welches Modell verwendest du für welchen Task? Wie schauen die Prompts aus? Welchen Kontext gibst du? Wie verwaltest du den Kontext? Und der Harness, wie trackst du, welcher Nutzer was gesehen hat, wenn der nachher wiederkommt und kauft? Wie änderst du Inhalte auf der Seite mit Code, sodass nichts kaputt wird, sodass der Nutzer das nicht merkt? Wie kriegst du einen gescheiten KI-Output? Die meisten geben in Cloud ein, schreiben eine Headline und die ist extrem mittelmäßig. Unsere Headlines sind 10 von 10 Weltklasse. Warum ist es so? Zum Beispiel jetzt nur bei den Verbesserungen. Weil wir alle Prozesse aus unserer Agentur nutzen, wie schreibt man Headlines. Weil wir eigene psychologische Frameworks entwickelt haben, wann welche Headlines angewendet werden sollen. Und weil wir mehr als 100 AB-Tests am Tag machen. Was by the way, wir machen die meisten AB-Tests im ganzen deutschsprachigen Raum. Optimend. Und die ganzen Learnings, was funktioniert, was funktioniert nicht, das nutzt man natürlich, dass wir die Ergebnisse immer weiter und weiter verbessern. Deswegen sind unsere Verbesserungen gut, deswegen ist unser Tracking genau, deswegen können wir die Seiten ändern, deswegen funktioniert alles vollautomatisch. Und wenn du das jetzt mit KI bauen willst, dann brauchst du genauso lang, wie wenn wir das Handy sparen.
Florian Baumgartner: Du hast vorhin gerade angesprochen, es ist noch ein bisschen zäh losgestartet, jetzt mit Marketing und Vertrieb kommt das Ganze ein bisschen in die Gänge. So wie die kennen, ist dir wahrscheinlich ein Senkrechtflug vorgestellt, aber wenn du jetzt einmal ein Jahr nach vorne spulst oder noch zwei Jahre nach vorne spulst, wo würdest du sagen, an welchem Punkt ist OptiMind erfolgreich? Was bedeutet für dich auch vielleicht der Erfolg? Ist das rein in Zahlen gemessen oder in Abos oder weil du die Welt damit verbessert hast?
Johannes Fladenhofer: Wir haben bei OptiMind jetzt gerade sind wir im Valley of Despair. Also im weiß nicht, wie man sagt auf Deutsch. Im Tal des Grauens. Weil jetzt gerade ist unser Produkt relativ vergleichbar. glaube ich von außen. Wir müssen Leute sehr überzeugen, dass wir es nutzen. Wir haben einen ziemlich zaren Market Approach, weil wir über Sales verkaufen, über Democalls. Zum Beispiel Lovable, gehst auf die Seiten, gibst was ein, kaufst was, fertig. Die haben nie mit dir geredet oder so. Wir müssen mit jedem reden. Extrem zart. Ich glaube aber langfristig ist das genau das Richtige. Weil unsere Software kann nicht jeder nutzen und ich will jetzt auch nicht, dass das wer kauft, der es nicht nutzen kann und dann unzufrieden ist. Und wir zeigen denen leider auch, wie es geht und wie es gute Ergebnisse kriegen. Aber umso mehr Nutzer wir kriegen, umso mehr Daten sammeln wir. Umso besser werden unsere Ergebnisse. Umso mehr Nutzer kriegen wir. Umso besser werden die Daten, umso besser werden die Ergebnisse und so weiter. Das heißt, das ist so ein bisschen das Long-Term-Game. Wo ich auch nicht glaube, dass Anthropic oder OpenAI was vergleichbares bauen, wenn das wirklich groß wird. Weil die haben die Daten nicht und Marketing ist überhaupt kein Use Case, der die interessiert. Eine lustige Geschichte. Aber da habe ich schon mal erzählt. Wenn du einen Witz eingibst in GPT, wenn du sagst, hey, schreib mir einen Witz. Es ist der gleiche Witz heute wie vor fünf Jahren. Oder vor drei Jahren, wie es ausgekommen ist, weiß ich jetzt nicht. Wie GPT-3 rausgekommen ist, ist der gleiche Witz wie jetzt GPT-6-Astra oder was. Weil die trainieren nur Coding. Die fokussieren sich extrem, extrem auf Coding und alles andere, was nicht in Reinforcement Learning oder in irgendwelchen Datensätze ist, das bleibt gleich. Und Marketing ist genau sowas. Marketing wird zwar immer besser, weil World Knowledge besser wird und weil die Modelle größer werden, aber keiner trainiert auf Marketing, weil du kannst nicht auf Marketing trainieren. Und wir können das schon. Wir haben AB-Testergebnisse. Wir wissen genau, welche Formulierung auf welche Seiten welchen Impact hat. Und deswegen ist es ein sehr langfristiges Game. Ja, und diese komische Frage, wann ist erfolgreich? Weil es ist jetzt so eine extrem zahre Phase. Irgendwann wird es richtig gut. Wann es ist, keine Ahnung. Wir wissen ungefähr, wie viele AB-Tests wir machen müssen. Aber man würde sagen,
Florian Baumgartner: wenn du im amerikanischen Raum richtig angekommen bist mit deinem Produkt, die ganzen großen Brands das nutzen oder das muss man so ein bisschen einkategorisieren. Das ist ein guter
Johannes Fladenhofer: Stichwort, weil wir haben ein bisschen das Problem, dass Optimand relativ wenig Leute nutzen können. Du brauchst ungefähr 100 Conversions im Monat, dass du AB testen kannst. Du kannst dir sagen, du brauchst also ab 10.000 Euro Werbüche im Monat macht Sinn. Mit Landingpage. Also wir optimieren keine Online-Shops, wir optimieren nur Landingpages und wie viele Unternehmen gibt es im deutschsprachigen Raum, die das machen können. Vielleicht 1.000, vielleicht 10.000, sowas. Also fast nichts. Wenn wir Ads schalten für 300 Euro am Tag, erreichen wir 10.000 Leute im Monat. Das sind eigentlich schon alle. Mit einem ordentlichen CPM, den wir gerade haben. Und deswegen sind wir jetzt gerade schon dran, mit extremem Nachdruck, dass wir in den USA starten. das ist extrem dumm
Florian Baumgartner: das ist extrem dumm
Johannes Fladenhofer: das ist extrem dumm, dass man das macht, man sollte sich erst auf einen Markt konzentrieren und dann erst auf einen anderen gehen das weiß ich, das respektive nur bei uns macht es glaube ich Sinn deswegen machen wir das jetzt deswegen haben wir schon einige Aktivitäten jetzt gerade laufen, dass wir in den USA Fuß fassen und ich schätze, dass das bis Ende des Jahres funktionieren wird
Florian Baumgartner: Okay, das sind jetzt noch drei Monate. Short Story, wie soll das funktionieren? Du weißt ja nicht nach Las Vegas, das Blackjack spielen oder alles auf einer Karte.
Johannes Fladenhofer: Zum Beispiel. Ich bin ja ganz gut in Edds. Wir haben jetzt im deutschsprachigen Raum schon die erste Kampagne gestartet, die unglaublich gut funktioniert. 20er, 30er Rohr ist. Ziemlich skalierbar. und wir brauchen ein paar Ressourcen in den USA, dass wir die gleiche Kampagne dort machen können. Die bin ich gerade am Organisieren. Deswegen bin ich auch jetzt in Las Vegas. Ich war jetzt nicht mehr gefahren, weil wir haben gerade keine Warte mehr abholen können. Ich bin jetzt nur hingefahren, weil ich weiß, dass die Leute, mit denen ich reden muss, auch dort sind.
Florian Baumgartner: Das richtige Netzwerk ist sofort.
Johannes Fladenhofer: Ja, genau. Das ist eine lustige Geschichte, weil es ist so eine Messe, so ein Kongress, das sind 5000 Leute. Ich schätze 4500 sind Einzelunternehmer. 500 sind dann schon gut unterwegs und 50 sind die machen eine Million im Monat. Mäßig. Und dann gibt es lauter Side-Events, wo nur die sind. Also das macht zum Beispiel der Eddie Malouf von Bad Marketing. Macht immer so ein Side-Event After-Party, Bad Marketing Party und da kommt es nur eine, wenn du eingeladen bist. Und die mit meinen ganzen Awards und Vorhabs und bla bla, kommt da natürlich eine. Und dort sind dann wirklich die Leute aus Amerika, die du kennst.
Florian Baumgartner: Du hast dann die Champions League.
Johannes Fladenhofer: Ich habe da letztes Jahr in Tai Lopez getroffen, in Jeremy Miner, in Eddie Malouf selber natürlich, ein paar YouTuber. Die ganzen Marketing-Gurus, die man kennt, sind alle dort. Und mit ein paar Intros und so kommt man dann schnell ans Ergebnis. Also ich fliege jetzt nach Las Vegas, ich bin aber auch mit vielen Leuten am Reden. Es ist halt für ein Organisieren gerade, aber wenn wir die Ressourcen haben, die wir brauchen, Dann fährt die gleiche Kampagne, die ich da jetzt mache, in den USA. Und wenn es funktioniert, dann funktioniert es mit 100 Euro Verbudget, mit 1000 Euro Verbudget, mit 10.000 Euro Verbudget.
Florian Baumgartner: Letzte Frage. Warum machst du der Firma nicht generell in Amerika? Wenn du eh da drüben eigentlich so deinen Hauptmarkt siehst.
Johannes Fladenhofer: Ja, nach hinein ist es eine gute Frage. Es war so, wir haben uns überlegt, Wie bauen wir das? Und wir haben uns einen sehr spitzen ICP überlegt. Also wir optimieren nur Landingpages und nur auf Deutsch, im deutschsprachigen Raum, im deutschen Unternehmen. Warum? Wir kennen Deutsch. Wer weiß, wer gerade das noch entwickelt? Im deutschen Markt können wir auf jeden Fall holen. Ich kenne viel von den ICP im deutschsprachigen Raum. Und der dritte Punkt ist, dass wir über Forschungsförderung finanziert sind. Und du brauchst natürlich ein österreichisches Unternehmen dafür.
Florian Baumgartner: FFG oder was ist das?
Johannes Fladenhofer: Genau, FFG. Ist auch ein ganz guter Trust-Faktor, weil wir sind praktisch optimiert. Die KI ist finanziert vom österreichischen Staat. Und wir müssen unglaublich viel Berichte legen und wir müssen Forschungsziele erreichen. Und es könnte jeder sicher sein, dass das alles legit ist und passt. Weil ich muss so viele Berichte schreiben, wenn da was nicht passen wird, dann werde ich einen Riesenärger kriegen. Und das sind die drei Faktoren. Und was man auch noch sagen muss, Entwickler sind in Österreich viel günstiger als in den USA. Kommt auf AVO, aber in San Francisco zuerst für den Entwickler halbe Million und bei uns zuerst ein Fünftel maximal.
Florian Baumgartner: Hey Johannes, ich finde die Story extrem spannend. Ich wünsche dir soweit alles Gute mit Optimind auf der Reise. Ich wünsche dir eine coole Zeit in Las Vegas und vielleicht sprechen wir Jahr gemeinsam wieder, wo wir das Jahr ein bisschen Revue passieren lassen können. Der Getränk darfst du jetzt mitnehmen, du hast eine Dame übertragen.
Johannes Fladenhofer: Ja, stimmt.
Florian Baumgartner: Danke, dass du da warst.
Johannes Fladenhofer: Danke für die Einladung. Johannes Fladenhofer:
